Schlagwörter

Marta Najman hat sich im Jahre 2012 die Übersetzung des Computerrollenspiels „The Witcher“ aus sprachwissenschaftlicher Sicht näher angeschaut. Sie analysierte, wie das polnische Original ins Deutsche übertragen wurde.

Das Hauptziel des vorliegenden Artikels ist, die Ergebnisse der translationsorientierten Analyse von der deutschsprachigen Version der Computer-Rollenspiel
Wiedźmin im Vergleich zu der originellen polnischen Version darzustellen. Die Analyse wurde auf drei Ebenen durchgeführt, nämlich – auf lexikalischen, stilistischen
und kulturellen Ebenen. Die lexikalische Ebene konzentriert sich auf die im Spiel verwendete Termini und auf Eigennamen (Anthroponyma und Toponyma).
Auf der stilistischen Ebene wurde die Dialektstilisierung überprüft, d.h. es wurde der Frage nachgegangen, ob soziale und ethnische Differenzierung der Charaktere
und ihre Individualität durch Dialektstilisierung erreicht wurde. Weiterhin wurde auf der stilistischen Ebene auch die Benutzung von Vulgarismen untersucht, da
Fluchwörter in Computerspielen sehr oft auftreten. Und schließlich wurden auf der kulturellen Ebene analisiert Anspielungen und Anknüpfungen

Der Artikel erschien in: Lingwistyka Stosowana / Applied Linguistics / Angewandte Linguistik nr 6, p. 115-139, 2012 (PDF)

Mein Fazit: Die Übersetzung/die Lokalisierung in ersten Teil der „The Witcher“-Reihe ist exakt, hält sich jedoch oft zu streng an die Vorlage, sodass der Kontext zu Anspielungen aus Literatur und der polnischen Kultur nicht deutlich genug werden oder gar verloren gehen. Hat man es in anderen Sprachen oder späteren Spielen besser gemacht? Wenn ich weitere Analysen dazu finde, werde ich sie hier posten.

Advertisements